Mobiles Internet per UMTS/HSDPA
Artikel - Artikel 2009
Das mobile Internet gehört mittlerweile für viele Menschen zum Alltag und ist für einige sogar nicht mehr wegzudenken. Ein Großteil der Bevölkerung sah der Möglichkeit unterwegs im Netz zu surfen lange Zeit mit enormer Skepsis entgegen. Ein Grund dafür war der Preis, der von vielen Konsumenten als überhöht betrachtet wurde. Die Preise für Datendienstleistungen dieser Art waren den Deutschen einfach zu hoch. Ein weiterer, negativer Aspekt war die geringe Übertragungsgeschwindigkeit. Wer wollte schon in Zeiten von DSL und Co mehrere Minuten warten müssen, um eine etwas aufwändigere Webseite aufzurufen? Durch die Einführung der UMTS-Technologie gehörte diese Problematik endlich der Vergangenheit an. Im folgenden Artikel klärt Rene Hifinger vom Webportal http://www.mobiles-internet24.de über die verschiedenen Zugangsmöglichkeiten auf.
 

Techniken

UMTS

Mit der UMTS-Technologie sind Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 384 Kbit/s möglich. Für das Herunterladen einer 100 MB großen Datei werden etwa 35 Minuten benötigt. Möglich ist dies durch ineinander greifende Zellstrukturen. Man unterscheidet hier zwischen den Macrozellen, den Worldzellen, sowie den Piozellen.Die Piozelle findet in den städtischen Bereichen ihren Einsatz. Die maximale Übertragungsgeschwindigkeit dieser Zelle beträgt 384 Kbit/s. In ländlichen Gebieten sorgt die Macrozelle für eine flächendeckende Datenübertragung. Die Geschwindigkeit liegt hierbei bei 144 Kbit/s. In weiter abgelegenen Gebieten wird auf die Worldzellen zugegriffen. Hierbei erfolgt eine weitere Verringerung der Übertragungsgeschwindigkeit.

HSPDA

Mittlerweile ist die UMTS-Variante von einem neuen Übertragungsverfahren überholt worden. Es nennt sich HSDPA (High Speed Downlink Packet Access). Bei diesem neuartigen Übertragungsverfahren sind Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 7,2 Mbit/s möglich. Zukünftig soll sogar eine Übertragungsgeschwindigkeit von 14,4 Mbit/s erreicht werden. Bei solch einer hohen Geschwindigkeit gibt es wahrlich keinen Grund zur Kritik. Von einer wirklichen Neuerung darf man eigentlich aber nicht sprechen, da das herkömmliche UMTS-Netz dabei weiter genutzt wird.

Überblick der verschiedenen Übertragungstechniken

UMTS-Abdeckung

Seitdem die verschiedenen Mobilfunkanbieter im Jahre 2000 die UMTS-Lizenz erwarben, arbeiten diese an einem stetigen Ausbau. Bereits Ende 2005 wurde die angepeilte Netzabdeckung von 50 Prozent längst übertroffen. Selbstverständlich ist der aktuelle Ausbaustatus der UMTS-Netze bei den einzelnen Anbietern unterschiedlich. T-Mobile verfügt über das derzeit beste UMTS-Netz:

1. T-Mobile
2. Vodafone
3. o2
4. E-Plus

Sollte der Fall eintreten, dass der Kunde nicht die Möglichkeit hat, über UMTS online zu gehen, kann er dank der Abwärtskompatibilität auf die langsameren GPRS-/GSM-Netze zurückgreifen.

Hardware

Damit die Nutzung des mobilen Internets möglich gemacht werden kann, bedarf es einer speziellen Hardware. Der Kunde muss zuerst entscheiden, ob er eine UMTS-Karte oder einen UMTS-USB-Stick wünscht. Was den preislichen Aspekt anbelangt, gibt es keine erwähnenswerten Unterschiede. Auch hinsichtlich der Technik gibt es viele Übereinstimmungen.

Kunden, die sich nicht lange mit der Installation aufhalten wollen, sollten besser zum UMTS-USB-Stick greifen. Dieser muss lediglich in den USB-Port eingesteckt werden. Entscheidet sich der Kunde für die UMTS-Karte, sollte er sich darüber im Klaren sein, dass der Einbau gewisse Vorkenntnisse vorausgesetzt, sodass der Akt für Laien nur sehr schwer zu bewerkstelligen ist. Auch weil man mit dem UMTS-USB Stick nicht nur im Internet surfen kann, sondern darüber hinaus auch Daten speichern kann, ist diese Variante die deutlich beliebtere.

Screenshot

Bei einem UMTS-Stick und einer UMTS-Karte handelt es sich um kompakte UMTS-Modems für das mobile Internet. Besonders der UMTS-Stick zeichnet sich durch seine kinderleichte Installation aus.

Die Zukunft des mobilen Internets

Erobert das mobile Internet auch in Deutschland den Massenmarkt? Ganz klar: ja! Transparentere Tarifmodelle und eine gute UMTS-Netzabdeckung haben bereits jetzt die Nutzungshemmungen der Konsumenten reduziert. Waren es Ende 2007 noch 8,6 Millionen mobile Web-Nutzer, gingen im Juni 2008 schon 10,4 Millionen Menschen unterwegs online.

Bis Ende 2012, wenn UMTS zu HSDPA als Endgerätetechnologie ausgebaut und dieser Standard bei Mobiltelefonen etabliert ist, wird sich die Nutzerzahl in Deutschland sogar verdoppeln. Durch benutzerfreundliche Geräte, kurze Ladezeiten, günstige Flatrates und Location based Services wird das mobile Medium immer mehr an Attraktivität gewinnen. Für Personen, die privat oder geschäftlich viel unterwegs sind, wird das mobile Internet fast unumgänglich. Die aktuell beliebtesten Aktivitäten der Nutzer von mobilem Internet sind das Abfragen von Wetterdaten, Zugverbindungen sowie Städte- und Hotelinformationen.

Fazit zum mobilen Internet

Der deutsche Durchschnittsbürger sollte sich überlegen, ob er das mobile Internet nicht vielleicht auch benötigt (z.B. als DSL-Ersatz). Dadurch wird eine gewisse Freiheit gewährt, mit der man in jeder Lebenssituation im Netz surfen kann. Ob man das will sollte jeder für sich selber entscheiden. Ein negativer Aspekt ist, dass beim Laden in manchen Fällen nicht eindeutig angezeigt wird, wie viele Megabyte verbraucht werden. Eine volle Kontrolle über die entstehenden Kosten hat man so nicht. Ebenfalls müssen bei einigen Anbietern teils komplizierte Einstellungen vorgenommen werden, damit man schließlich im Netz surfen kann.

Aktuell profitiert man von teils stark sinkenden Preisen. Eine UMTS- Flatrate gibt es inzwischen für einen Grundpreis von knapp 20 Euro im Monat.

Rene Hifinger, Webmaster des Online-Portals www.mobiles-internet24.de

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