| Pinnacle PCTV Hybrid Pro Stick |
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| Vorstellungen - Vorstellungen 2008 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||
InstallationNach dem Auspacken zeigt sich der bekannte Inhalt: Installationsmedien und Anleitungen, eine Mini-Fernbedienung, die offensichtlich für unterwegs designt ist, eine kleine Stabantenne und ein Line-In Anschlussadapter für S-Video, Composite und Audio-Klinke. Natürlich ist der TV-Stick selber auch dabei. Dieser ist in meinen Augen diesmal besonders gelungen. Er ist wirklich sehr schmal, ist nicht zu hoch oder breit und erlaubt auch das Anschließen von Geräten an benachbarten USB-Ports. Am hinteren Ende befindet sich der Kabel-/Antennen-Anschluss. Sehr gut Pinnacle, hier wurde in die richtige Richtung entwickelt und das Ergebnis kann sich sehen lassen.
Dafür stößt die Installation sauer auf. Auf meinem System mit Windows Vista 64 Bit funktioniert die Installations-CD (v4.97) nicht, da 64 Bit-Betriebssysteme nicht unterstützt werden. Bei einem aktuellen Stick ist dies äußerst schwach, denn spätestens mit Windows Vista sind 64 Bit-Betriebssysteme auch im Home-Bereich durchaus gängig. Abhilfe bringt ein über 320 MB großes Installationspaket von der Pinnacle-Website, welches Windows Vista 64 Bit zumindest mit einem Beta-Treiber unterstützt. Beim Entpacken ist das Paket zwar auch nach wiederholtem Download defekt, mit einem Entpacker wie 7-Zip lässt es sich dennoch komplett extrahieren (auch hier wird der CRC-Fehler ausgegeben, ein defektes BMP-Bild, aber das Setup funktioniert einwandfrei). Bei der benutzerdefinierten Installation kann ein Blick auf die Komponenten geworfen werden. Hier gibt es übrigens leichte Unterschiede zur CD (die in einem anderen PC geprüft wurde). Der DivX-Player und DistanTV Server sind getrennt installierbar - ein Fortschritt in die richtige Richtung, da die Standardinstallation so schlanker wird.
Negativ in einer Testdeinstallation fällt auf, dass der NDIS Ethernet-Adapter – falls bei der Installation ausgewählt – nicht deinstalliert wird. Es bleibt also eine Netzwerkverbindung in der Systemsteuerung zurück. Einrichtung und NutzungNach der Installation der Software kann der Stick angeschlossen werden und wird zuverlässig erkannt. Es startet direkt nach der Installation ein Einrichtungsassistent.
Hier kann die Sendersuche auf den verfügbaren Geräten durchgeführt werden. Anschließend können die Sender sortiert werden. Nun ist die Empfangssoftware von Pinnacle fertig konfiguriert und kann benutzt werden. Über das TV Center Pro habe ich in vergangenen Berichten über Pinnacle-Produkte bereits viele Worte verloren. In der vorliegenden Version hat sich nichts Sichtbares getan. Es handelt sich immer noch um eine solide Software zum TV sehen und Radio hören.
Leider ist die Software nach wie vor nicht die schnellste, dafür funktioniert die Formatumschaltung gut. Interessant wird es bei DVB-T-Sticks immer dann, wenn es um den Empfang mit anderen Programmen geht. Hier schlägt sich der Hybrid Pro Stick sehr gut. Mit dem Windows Media Center funktioniert er einwandfrei. Auch mit DVB Dream und Media Portal arbeitete der Stick gut. Damit schneidet der Hybrid Pro Stick am besten von allen bisher von mir genutzten Sticks ab. Auch der analoge Kabelempfang funktioniert einwandfrei. Wie beim Vorgängermodell erstmals eingeführt, ist auch diesmal eine Demo-Version von DistanTV im Lieferumfang enthalten. Dabei handelt es sich um einen Streamingserver für den DVB-T-Empfang. In einem Netzwerk kann der Stick an einem Rechner angesteckt sein, und an einem anderen Rechner kann TV und Radio empfangen werden – genügend Bandbreite und eine installierte Clientsoftware vorausgesetzt. Diesmal liegt ein Demo-Hinweis bei der Clientsoftware direkt über dem Bild. Für knapp 20 Euro kann das Feature freigeschaltet werden. Hardwareseitig ist in meinen Augen die Fernbedienung immer noch zu klein für größere Finger, zu hoch und selbst bei der geringen Größe klobig. Sie funktioniert auch nur bei "Blickkontakt" mit dem Stick und ist dadurch vielleicht für Notebooks mit seitlichen USB-Anschlüssen tauglich, bei hinteren USB-Anschlüssen oder Desktop-PCs aber nahezu unbrauchbar, denn einen TV-Empfänger - und sei es ein Stick - ständig sichtbar anschließen möchten wohl die wenigsten Anwender. Hier könnte man mit einer Minikabelpeitsche o.Ä. nachbessern seitens Pinnacle. FazitPinnacle bietet mit dem PCTV Hybrid Pro Stick den besten und vor allem komplettesten Stick für Analog-TV und DVB-T, den ich bisher in den Händen halten durfte. Sehr gut sind die Maße des Sticks selber. Hier sollten nun kaum noch Probleme im Vergleich zu vorigen Sticks aus dem Hause Pinnacle auftreten. Neben DVB-T beherrscht der Hybrid Pro Stick auch analogen Kabelempfang. Beide Disziplinen sind kein Problem, und die Kompatibilität zu Drittherstellersoftware ist treiberseitig auch gegeben. So funktionierte im Test alles: Windows Media Center, Media Portal, DVB Dream. Wirklich gravierende Schwächen zeigt dieser Stick nicht, es sind eher Kleinigkeiten, die noch stören. Dazu zählen die fehlende 64-Bit-Unterstützung auf der beiliegenden CD, die in vielen Fällen nicht nutzbare Fernbedienung und die Tatsache, dass man für DistanTV nochmals zur Kasse gebeten wird.
PCDSmartie, 11.12.2008
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