| Acronis True Image Home 2009 |
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| Vorstellungen - Vorstellungen 2008 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Update oder UpgradeAcronis gehört mit seinen Produkten – allen voran True Image sowie die Disk Director Suite – zweifelsohne zu den innovativsten Systemtool-Herstellern der vergangenen Jahre. Dennoch hinterließen die letzten Releases immer wieder den Eindruck, dass die neuen Versionen mit den erweiterten Funktionen noch etwas „Reife“ benötigt hätten. Nur so ist es beispielsweise zu erklären, dass die seit Acronis True Image Home 11 vorhandene „Try & Decide“-Funktion spätestens an einem Reboot scheiterte. Acronis hat das Problem zwar behoben, bittet dafür aber mit einem Upgrade erneut zur Kasse. Was bekommt der Käufer sonst noch für sein Geld? Neues ErscheinungsbildBereits nach der Installation überrascht das völlig neue Erscheinungsbild des Imagers.
Die Optik erinnert an den Windows Media Player 11, ist hier allerdings in Blautönen gehalten. Auf der linken Seite finden sich Schaltflächen für die verschiedenen Hauptbereiche von Acronis True Image Home 2009, worauf sich rechtsseitig dann passend der Inhalt ändert. Alle Funktionen des Programms sind mit wenigen Mausklicks erreichbar. Die Bereiche „Tasks und Log“ sowie „Backup-Status“ stellen die gebotenen Informationen sehr übersichtlich dar.
Altbekanntes und NeuesNeben den bereits aus der Vorversion Acronis True Image Home 11 (Vorstellung siehe hier) bekannten Funktionen wie Dateibackup, Sicherung von Mails und Anwendungsdaten sowie Images kompletter Partitionen als Vollbackup, inkrementelle oder differentielle Sicherung gibt es in der 2009er Fassung wieder einige Neuerungen. One Click Protection, Reserve-Backups und Co.Acronis setzt mit der Funktion One Click Protection gezielt auf Anwender, welche trotz Image-Software vergessen, regelmäßig eine Sicherung anzulegen. Beim ersten Start bietet das Programm daher an, ein Image der Systempartition anzufertigen und dieses in regelmäßigen Abständen zu aktualisieren.
Backups incl. anschließender Integritätsprüfung können eine lange Zeit in Anspruch nehmen. Viele Anwender sichern das System daher über Nacht. In Zeiten explodierender Strompreise hat Acronis nun die Möglichkeit implementiert, das System nach Abschluss einer Sicherung automatisch herunterzufahren. Leider bietet sich die Möglichkeit nicht schon bei der Planung eines Backups, sondern erst, wenn dieses tatsächlich begonnen hat.
Als weitere Neuerung kann in den Backupoptionen nun ein Reserve-Backup angegeben werden. Acronis True Image 2009 Home speichert dann die aktuelle Sicherung an einen 2. Ort, wobei der Anwender die Wahl hat, ob das Backup als „tib“-Datei, komprimiert als Datenspeicherung in einer Zip-Datei oder mit normalen Dateien gesichert wird.
Die beiden letzten Varianten haben den Vorteil, dass man auch ohne True Image an seine Daten kommt und hier gezielt Dateien von Hand wiederherstellen kann. Im Falle einer inkrementellen oder differentiellen Sicherung werden im Reserve-Backup die Daten übrigens immer als Vollbackup gesichert. Acronis hat mit True Image 2009 Home auch das Handling von Backupsätzen vereinfacht. So können Vollbackups und darauf aufbauende differentielle und inkrementelle Sicherungen an getrennten Orten aufbewahrt werden. In den Backupoptionen kann der Anwender nun eine automatische Konsolidierung für die Archive festlegen oder diese manuell anstoßen.
Mit der Konsolidierung der Backups wird verhindert, dass weitere Backupsätze des gleichen Archivs in der Größe ausufern. So kann man beispielsweise festlegen, dass alte Backups nicht länger als X Tage aufbewahrt werden. Die Software erstellt dann aus dem letzten Vollbackup und z.B. dem ältesten inkrementellen Backup ein neues Vollbackup, um das alte inkrementelle Backup dann zu löschen. So nimmt der Backupsatz insgesamt keinen Schaden, kann in seiner Größe und Umfang aber sinnvoll eingegrenzt werden. Die Funktion steht allerdings nicht für Archive zur Verfügung, welche auf CD/DVD gesichert wurden. Try & Decide mit RebootDer Try & Decide-Modus ist aus Version 11 schon bekannt. Sobald Sie das System in den „Probiermodus“ schalten, werden alle Änderungen auf der Systempartition (oder auf allen Partitionen) in einen Puffer in der Acronis Secure Zone geschrieben.
Wenn Sie mit dem „Probieren“ fremder Software, Tipps und Treiber oder der Systemeinstellungen fertig sind, können Sie alle Änderungen am Dateisystem wieder rückgängig machen. Mit Version 2009 von True Image Home überlebt der Modus nun auch einen Reboot. Solange der Anwender den Modus aktiv lässt oder die Pufferzone noch genügend Kapazität bietet, werden alle Veränderungen nur temporär gespeichert. Damit ist der Try & Decide-Modus eine ideale Möglichkeit, auch hardwarenahe Applikationen, welche sich nicht in einer virtuellen Maschine ausführen lassen, in aller Ruhe erst zu testen. So hatten wir uns die Funktion bereits in Version 11 gewünscht. Suche in Archiven, dies und dasWie bisher bietet auch Acronis True Image 2009 Home die Möglichkeit, Partitionsarchive als Laufwerke zu mounten und so mit normalen Werkzeugen nach Dateien zu durchsuchen. Für Dateibackups kann die im Programm integrierte Suchfunktion und mit Hilfe eines Plugins auch Google Desktop oder Windows Desktop Search für die Suche verwendet werden. Hierfür ist jedoch erforderlich, dass die Images erst vollständig indexiert werden.
Mit diesen Funktionen hebt sich Acronis True Image Home nach wie vor positiv von weiteren Mitbewerbern ab. FazitMit Version 2009 wurde Acronis True Image Home nicht nur optisch aufgewertet. Die nun vollständig nutzbare Try & Decide-Funktion ist zweifelsohne das Highlight und erspart experimentierfreudigen Usern das zeitaufwendige Sichern und Wiederherstellen einer Systempartition nach dem „Softwaretest“. Zudem erliegt man nicht so schnell der Verführung, die eine oder andere Software mal „eben“ doch ohne vorherigen „Schutz“ auf das Echtsystem loszulassen. Die gebotene Funktionsvielfalt ist nach wie vor überwältigend, wobei Dateibackup und Sicherung von Maildaten bei den Anwendern oft übersehen werden. Dabei sind die beiden Hilfsmittel ebenso hochwertig und sinnvoll wie eine Image-Sicherung ganzer Partitionen. Mit der verbesserten Konsolidierungsmöglichkeit bleiben Backupsätze nun auch überschaubar in Umfang und Größe. Einziger Kritikpunkt bleibt nach wie vor die fehlende Unterstützung von dynamischen Datenträgern. Dieses Feature bieten nur die teuren Servereditionen. Eigentlich unverständlich, da auch viele Heimanwender diese Partitionstypen für Software-Raid unter Windows nutzen.
PCDMicha, 06.11.2008
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