Austausch & Feedback

Glossar

1. Wort markieren
2. Auf erklären klicken
3. Informiert werden
Glossar by at-mix.de

Mitglieder Login

Werben im Newsletter

Hier können Sie direkt Ihre Kleinanzeige im WinTotal- Newsletter aufgeben.
Weitere Informationen


Anzeigen

Kleiner Banner mit großer Wirkung - Werbung auf WinTotal
Weitere Informationen


WinTotal ist virengeschützt von:


Webhosting


Günstige Prepaid Tarife im Vergleich
prepaid-vergleich
Prepaid Vergleich
Prepaid Surfstick
Prepaid Forum

LanState Personal
Vorstellungen - Vorstellungen 2008
Oft ist es nicht einfach, den Überblick über ein Netzwerk zu behalten. Welche Geräte gibt es, gibt es unbekannte und möglicherweise unerwünschte Computer, sind bestimmte Geräte nicht erreichbar – möglicherweise eine Störung in einem bestimmten Bereich, es muss ein Kabel ausgetauscht werden: Szenarien gibt es genug. Es gibt viele Windows-Hilfsmittel und Programme, die bestimmte Gebiete bedienen und mit denen solche Fehler auffindbar sind. LANState Personal ist ein weiteres solches Tool, welches Sebastian Restel (PCDSmartie) sich angeschaut hat.
 

3 verschiedene Versionen

Von LANState gibt es insgesamt drei verschiedene Versionen. Vorgestellt wird hier LANState Personal, welches keine Remote-Administrationsfeatures bietet, weshalb es sich ausschließlich zum Monitoring von Netzwerken eignet. Die zweite und laut Hersteller "Hauptversion" bietet zusätzlich vor allem Remotefunktionen wie das Auslesen von Remote-Registry, -Accounts, -Gruppen, -Ereignisanzeigen, -Diensten, -Prozessen und -Verbindungen. Außerdem kann man Hosts per Wake-on-LAN starten und remote neustarten und herunterfahren. Die größte, aber deutlich preisintensivere Pro-Version bietet zusätzlich Web-Zugriff auf Maps, keinerlei Mapgrößen-Begrenzungen, SNMP-Funktionen und Export in Microsoft Visio. Die Preise entnehmen Sie bitte der Website des Herstellers 10-Strike Software.

Anwendungsszenarien

LANState Personal bietet die Möglichkeit, ein Netzwerk visuell abzubilden und die Erreichbarkeit von Hosts zu prüfen. Zur Einrichtung kann man entweder einen Wizard nutzen, mit dem alle erreichbaren Hosts abgescannt werden, oder es kann mit einem leeren Arbeitsbereich gestartet werden, auf dem anschließend manuell Geräte hinzugefügt werden können. Ich schaue mir das Tool für zwei Anwendungsszenarien an:

  1. für ein Heimnetzwerk,
  2. für eine Netzwerkinfrastruktur, wie sie in kleinen und mittelständischen Unternehmen auftritt.

Für Letzteres werde ich den Wizard nutzen, für das Heimnetzwerk werde ich mit einem leeren Arbeitsbereich starten und mein Netzwerk zum Scan vorgeben.

Das Programm im Einsatz

Los geht es mit dem Assistenten, mit dem die Art und Weise der zu erstellenden Map gewählt wird.

Assistent für eine Netzwork Map
Klick aufs Bild zum Vergrößern

Heimnetzwerk

Zunächst starte ich mit einem leeren Arbeitsbereich (2. Punkt im Assistent) und baue mein Heimnetzwerk am Laptop offline nach.

Screenshot

Netzwerk Map zeichnen
Klick aufs Bild zum Vergrößern

Auffällig dabei: Es gibt keine Möglichkeiten, Räume bequem zu zeichnen. Hier gibt es nur Rechtecke und Linien, denen man Strichstärken und Farben zuweisen kann. Das Programm eignet sich also eher für schematische Zeichnungen als für Abbildungen von physikalischen Umgebungen.

Nun lasse ich online die Erreichbarkeit prüfen.

Screenshot

Erreichbarkeiten prüfen
Klick aufs Bild zum Vergrößern

Dies funktioniert prima. Praktisch ist, dass regelmäßig nach dem Status von Hosts gescannt wird. So kann man schnell sehen, ob es Hosts gibt, die nicht mehr erreichbar sind. Auch das Zeichnen ging gut von der Hand. Die Symbolleiste auf der linken Seite erleichtert dabei den Zugriff auf die Elemente. Überhaupt sind alle wichtigen Funktionen direkt erreichbar. Es gibt kaum Verschachtelungen.

Firmennetzwerk

Für ein Firmennetzwerk betreibe ich zunächst nicht so viel händischen Aufwand, hier soll mal der Netzwerkscan zeigen, was er kann. Bitte haben Sie in der Folge Verständnis, dass kritische Informationen in den Screenshots unkenntlich gemacht wurden.

Grundsätzlich gibt es zwei Methoden: 1. Der Scan eines IP-Adressbereiches, 2. Import von Computern aus der Netzwerknachbarschaft (Domänen, Arbeitsgruppen o.Ä.). Zunächst Methode 1:

Screenshot

Der Scan eines IP-Adressbereiches
Klick aufs Bild zum Vergrößern

Zuerst müssen der zu benutzende Netzwerkadapter und der zu scannende Netzwerkbereich festgelegt werden. Es können auch mehrere Teilbereiche angegeben werden.

Screenshot

Netzwerkkarte und IP-Bereich
Klick aufs Bild zum Vergrößern

Als Nächstes werden Informationen zur Art und Weise des Scans des Netzwerks benötigt. Da in meinem Fall die Hosts innerhalb des Netzwerkes auf PINGs antworten, wähle ich hier dementsprechend ICMP.

Screenshot

Ping-Verhalten
Klick aufs Bild zum Vergrößern

Nachdem der Netzwerk-Scan beendet ist, werden die Hosts in einer Liste angezeigt und können abgewählt werden.

Screenshot

Scan-Ergebnis
Klick aufs Bild zum Vergrößern

Zum Schluss kann die neue Map gespeichert und ggf. bezüglich der Anzeige angepasst werden. Dazu gehören die Optionen zum Abschneiden des DNS-Suffixes, ob die Hosts mit DNS-Name oder IP-Adresse geführt werden und ob lokale Drucker auch mit berücksichtigt werden sollen.

Screenshot

Map speichern
Klick aufs Bild zum Vergrößern

Jetzt wird auch das Ergebnis des Scans grafisch angezeigt. Nun, das Ergebnis ist etwas nüchtern, denn alle Hosts werden nacheinander und ohne Struktur aufgelistet. Hier ist also noch einiges an Handarbeit nötig, es sei denn, man ist nur an einer bloßen Erreichbarkeitsprüfung interessiert.

Screenshot

Ergebnis des Scans
Klick aufs Bild zum Vergrößern

Wie sich aber zeigt, geht die Anordnung und Verknüpfung schnell von der Hand, wenn man sich erst einmal mit dem Programm auseinander gesetzt hat.

Wenigstens einmal möchte ich mir das Ergebnis der 2. Scan-Methode anschauen, wenngleich ich von ähnlichen Tools bereits weiß, dass diese Scanmethode eher unbefriedigende Ergebnisse liefert.

Screenshot

Scanmethode 2
Klick aufs Bild zum Vergrößern

Um einen Vergleich zu haben, wähle ich hier ebenfalls die Domäne aus.

Screenshot

Auswahl der Domäne
Klick aufs Bild zum Vergrößern

Hier zeigt sich bereits, dass deutlich weniger Hosts gefunden wurden.

Screenshot

Ergebnis der Methode 2
Klick aufs Bild zum Vergrößern

Der grafische Vergleich bestätigt nur dieses Ergebnis. In Zukunft werde ich diese Scanmethode weiterhin meiden.

Screenshot

Ergebnis der Methode 2 in der Map
Klick aufs Bild zum Vergrößern

Weitere Programmfeatures

Das Programm bietet nicht nur Funktionalität zum Abbilden von Netzwerken, sondern auch einige interessante Features für den Alltag. Benötigt man Informationen zum Host, kann man diese über einen Kontextmenüeintrag aufrufen. Die Informationen sind in General, Ressources und Ports gegliedert und werden in einem eigenen System Information-Dialog angezeigt. In General stehen bspw. die MAC-Adresse, IP-Adresse, Rechnername, Domäne und Betriebssystem. Allzu viele Informationen sind generell über Hosts in diesem Programm nicht zu finden. Die Anzeige von Freigaben schließt auch administrative Freigaben ein, wie im Screenshot zu sehen ist.

Screenshot

System-Informationen
Klick aufs Bild zum Vergrößern

Auch anzuwendende Aktionen können konfiguriert werden. Anwendungsbeispiele wären hier FTP, SSH über PUTTY oder der Aufruf einer bestimmten Website.

Screenshot

Weitere Möglichkeiten mit Kommandos
Klick aufs Bild zum Vergrößern

Vor allem die Erreichbarkeit eines Hosts lässt sich sehr detailliert konfigurieren. Es stehen viele Tests auf Erreichbarkeit zur Verfügung. Einige Funktionen sind vor allem für Firmennetzwerke sehr interessant.

Screenshot

Testmöglichkeiten
Klick aufs Bild zum Vergrößern

Für eine noch bessere Benutzung des Programms wünsche ich mir persönlich noch mehr Hotkeys für wichtige Funktionen wie PING oder TRACEROUTE und die Unterstützung von PINGs zu mehreren selektierten Hosts in der Map sowie einen optionalen Dauerping. Besonders solche Komfortfunktionen helfen im Ernstfall einem Netzwerkbetreuer bei der beschleunigten Fehleranalyse.

Sollten bestimmte Events eintreten, können Benachrichtigungen per E-Mail oder SMS konfiguriert werden. Exportmöglichkeiten bietet das Programm in Form von XML-Schema und Grafikdatei. Sollte die Anzeige nicht gefallen, kann man Hintergrundfarbe, Schriftgrößen etc. anpassen.

Wie es später mal aussehen könnte, wenn das Programm komplett für die eigenen Bedürfnisse eingerichtet ist, sieht man in diesem Screenshot von der Website des Herstellers:

Screenshot

Screenshot des Herstellers
Klick aufs Bild zum Vergrößern

Durch dieses Bild entdeckte ich eine unschöne Eigenschaft des Programms: Setzt man Hosts und anschließend Verbindungslinien zwischen Hosts, so werden die Linienenden nie direkt am Host verknüpft, sondern einige Millimeter daneben auf einer Art Rasterpunkt festgesetzt. Schiebt man nun einen Host direkt auf das Linienende, wird der Host direkt mit der Linie verknüpft und lässt sich gemeinsam mit der Linie bewegen. Vorher waren es getrennte Objekte, die getrennt voneinander bewegt werden mussten.

Screenshot

Screenshot des Herstellers
Klick aufs Bild zum Vergrößern

An einigen Stellen bietet das Programm echten Raum zur Verbesserung. So wäre es wünschenswert, wenn nicht bestehende Verbindungen zusätzlich zum ausgegrauten Icon des Hosts auch in der eingezeichneten Verbindung sichtbar wären, um den Ausfall bestimmter Netzwerksegmente schneller sichtbar zu machen. Die Darstellung mittels grüner und roter Objekte in der Map für bestehende oder nicht bestehende Verbindungen wäre wünschenswert, da die derzeitige Darstellung mit grauen und eingefärbten Objekten nicht sonderlich ins Auge fällt.

Fazit

LANState Personal ist ein gutes Programm zur Abbildung von Netzwerkstrukturen und zum Monitoring von Hosts und Ressourcen im Netzwerk. Die Arbeit mit dem Editor ging leicht von der Hand bis auf die Verknüpfung von Linien mit Objekten. Das Monitoring könnte grafisch auffälliger sein, um Fehler schneller zu entdecken, erfüllt aber dennoch in der vorliegenden Version seinen Zweck. Selbst für ein durchschnittliches Heimnetzwerk mit ca. 2-5 Hosts halte ich das Programm für überdimensioniert. Die Personal-/Standard-Version sollten sich vor allem Administratoren von kleinen und mittleren Netzwerken anschauen. Wenn benötigt, ist selbst die Pro-Version noch in einem finanziell erschwinglichen Rahmen. Aus eigener Erfahrung möchte ich besonders die sehr gute Zugänglichkeit des Programms und das Vorhandensein von Support hervorheben, was das Programm gegenüber so manchem Tool aus dem Open Source-Lager erst richtig interessant macht.

 

LANState Personal

Download der Demo über WinTotal

Hersteller: 10-Strike
Produkt:   LANState
Preis:   Ab 33 Euro
System:   Windows 9x, ME, Windows NT, Windows 2000, WinXP, 2003, Vista
Positiv:   sehr gute Zugänglichkeit, vielfältige Monitoring-Optionen
Negativ:   Darstellung von erreichbaren und nicht erreichbaren Ressourcen könnte deutlicher sein, Verknüpfungsprobleme zwischen Netzwerkobjekten und Linien

PCDSmartie, 07.08.2008

Hinweis zum Urheberrecht

Alle Texte, falls nicht anders angegeben,  unterliegen den Urheberechten der angegebenen Autoren und der Webseite http://www.WinTotal.de. Jede Verbreitung der Texte auf andere Weise als der Webseite von WinTotal oder dem Autor selber, bedarf der Genehmigung des Rechteinhabers. Der Autor und WinTotal.de haften nicht für eventuelle Fehlinformationen oder Fehler in oder durch den Text.