| Windows 7 Beta – das bessere Windows Vista? - Teil 6: Internet und Netzwerk |
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| Vorstellungen - Vorstellungen 2009 | |||||||||||||||||||||||||||||||||||
Bisherige Teile:
Windows Internet Explorer 8der Beta zu Windows 7 ist auch die Beta-Version des Windows Internet Explorer 8 enthalten, welcher separat zwischenzeitlich in der finalen Fassung verfügbar ist. Zu den Neuerungen des Windows Internet Explorer 8 gehören neben einer verbesserten Performance vor allem Funktionen, welche den Bedienkomfort und die Sicherheit des Browsers erhöhen und den Internet Explorer 8 damit vorerst auf die übrigen Browser auf dem Markt wieder aufschließen lassen.
Wie im Netz zwischenzeitlich bekannt wurde, soll die finale Fassung von Windows 7 auch eine Möglichkeit bieten, den Windows Internet Explorer (und weitere Zugaben) zu deaktivieren und alternative Programme hierfür zu nutzen. Fehlender Mailclient, kein MessengerAuf einen Mailclient und den Messenger hat Microsoft in Windows 7 zunächst verzichtet, bietet aber unter http://download.live.com/ Windows Live Essentials zum Herunterladen an. Mit dieser Maßnahme kommt Microsoft zum einen dem Wunsch vieler Kunden nach, welche die Applikationen gerne nicht auf ihrem System hätten (z.B. in Firmennetzen). Zudem hat Microsoft mit dieser Maßnahme die Komponenten vom Betriebssystem entkoppelt und kann so öfters und einfacher neue Versionen, auch für andere Betriebssysteme, veröffentlichen.
NetzwerkeErster Anlaufpunkt für Netzwerkverbindungen war schon unter Windows Vista das Netzwerk- und Freigabecenter. Dieses wurde gegenüber Vista überarbeitet und zeigt sich noch auskunftsfreudiger.
Wie auf dem Screenshot ersichtlich, wird rechts vom aktiven Netzwerk der aktuelle Verbindungstyp (hier WLAN mit Empfangsstärke angezeigt).
Endlich ist Windows auch in der Lage, sich den Standarddrucker abhängig vom verbundenen Netzwerk zu merken. Damit wechselt das System automatisch den Standarddrucker, wenn der Anwender sich z.B. zu Hause mit seinem Router verbindet. Auch im Bereich WLAN gibt es funktionale Verbesserungen. Über das Systray-Icon für WLAN-Verbindungen öffnet sich der Verbindungsmanager, welcher zu den WLAN-Zugangspunkten auch deren Namen anzeigt und direkt aus dem Fenster heraus eine Verbindung ermöglicht oder diese trennen kann.
HomegroupsDie Vernetzung mehrerer PCs in häuslicher Umgebung stellt viele Anwender noch immer vor Probleme. Gleicher Adressraum, Arbeitsgruppe, Benutzername und Kennwortabgleich, Freigabe und vieles mehr sind häufige Stolperfallen im Umgang mit Windows-Netzen. Mit Windows 7 will Microsoft es besser machen und bietet mit der Heimnetzgruppe (in der Beta auch noch als Homegroup bezeichnet) eine Alternative zur heimischen Vernetzung nach alter Art.
Vorausgesetzt, dass alle Clients auf Windows 7 basieren, ist ein eigenes „Heimnetz“ mit wenigen Aktionen eingerichtet.Nach Start des Assistenten für die Heimnetzgruppe kann der Anwender festlegen, welche Ressourcen für das Heimnetz freigegeben werden.
Im dritten Schritt wird dem Anwender ein individuelles Kennwort mitgeteilt, welches zum Beitritt in die Heimnetzgruppe berechtigt.
Alle weiteren Einstellungen übernehmen die Clients dann selbst. Die Philosophie hinter der Homegroup ist die von einer Familie in einem Haus. Den Zugangscode (Hausschlüssel) haben nur wenige und er lässt ungebetene Besucher draußen. Im Haus sind aber alle Türen für die Familienmitglieder offen. Genauso verhält sich die Homegroup. Wer dieser betritt, findet sich in einer gleichberechtigten Umgebung ohne aufwendige Rechtevergabe. Dennoch lassen sich auch in der Homegroup private Bereiche schaffen und Benutzer von Dateien und Ordnern ausschließen. Die Technik und den Nutzen von Homegroup beschreibt Microsoft in einem MSDN-Blog ganz trefflich. Easy ConnectMit dem Einzug von Routern war die Technik der Remote-Unterstützung unter Windows XP und Windows Vista kaum noch zu gebrauchen, da diese auf einem bestimmten Port eine Verbindung erwartete, welcher vom Anwender in den Routereinstellungen erst hätte geöffnet werden müssen.
Gegenüber der herkömmlichen Variante die Einladung als Datei zu versenden, kann der Windows 7-Nutzer auch auf Easy Connect zurückgreifen. Statt sich mit Passwort, Benutzernamen und Ports herumzuschlagen, reicht - wie schon bei den Homegroups - ein einfaches Kennwort zum Verbindungsaufbau für den Helfenden.
Die Technik hinter Easy Connect und der Homegroups ist keine Magie, sondern das Microsoft Peer Name Resolution Protokoll (PNRP) und IPv6. Die technischen Hintergründe würden den Rahmen sprengen, sind in dem oben genannten Link aber nachzulesen. Auch die c´t in Ausgabe 04/2009 hat sich dem Thema ausführlich angenommen. Ganz vereinfacht: Ähnlich wie in einem Peer2Peer-Netzwerk basiert das PNRP stark vereinfacht auf der Verbindung von vielen Rechnern im Netz, welche für die Verbindung von 2 einzelnen PCs quasi als Vermittler fungieren. Getreu dem Motto, dass bei entsprechender Expandierung irgendwann in tieferer Ebene jeder mit jedem verbunden ist, werden die beiden Rechner über das gemeinsame Passwort gefunden. Das Problem bei der Technik kennen auch Nutzer von Peer2Peer-Clients. Verlässlich funktioniert das System nur ohne Störungen, je mehr Rechner in einem solchen Netz sind. So verhält es sich auch mit der PNRP-Technik. Erst mit einer ausreichenden Zahl von Windows 7-Clients wird der Zugriff mittels Easy Connect über das Internet problemlos zu realisieren sein. FirewallDie Firewall in Windows 7 zeigt sich etwas auskunftsfreudiger.
Wesentliche Neuerung ist aber die Möglichkeit, dass verschiedene Profile gleichzeitig aktiv sein können, wenn der PC über mehrere Netzwerkadapter und/oder Verbindungen verfügt, die mit unterschiedlichen Netzen verbunden sind. Sitzt z.B. ein PC-Nutzer mit seinem Notebook in einem Internetcafe und ist über dessen Hotspot im Internet, aber auch gleichzeitig mit einer VPN-Verbindung über das Internet mit dem Firmennetz verbunden, wird der Verkehr für die VPN-Verbindung mit dem Firewall-Profil für die Domäne, die restliche Umgebung mit dem stark eingeschränkten Profil für öffentliche Netzwerke geschützt. Verbesserungen in FirmennetzenIn Windows 7 gibt es aber auch sinnvolle Neuerungen zur Nutzung in Netzwerken im Zusammenspiel mit dem kommenden Windows Server 2008. Mit DirectAccess werden externe Rechner mit dem Firmennetzwerk verbunden, ohne dass hierfür eine gesonderte VPN-Verbindung hergestellt werden muss. Der Anwender muss sich letztlich keine Gedanken mehr machen, ob und wie er mit der Zentrale bzw. dem Netzwerk dort in Verbindung steht. Dabei werden Zugriffe auf das Internet über die aktive Internetverbindung und Zugriffe auf entfernte Netzwerkressourcen mittels DirectAccess realisiert. Aber nicht nur der externe Mitarbeiter profitiert von dieser Art der Verbindung: Für den Administrator ergibt sich mit DirectAccess auch die Möglichkeit, auf die externen Rechner z.B. durch Sicherheitsupdates einzuwirken. Diese Art der Verbindung setzt allerdings einen Windows Server 2008 voraus, welcher über einen IPv6/IPSec-Tunnel mit dem Client kommuniziert.
Weitere Informationen zu DirectAccess gibt es bei Microsoft sowie im Artikel von Steffen Krause (Microsoft Technical Evangelist). BrancheCache soll die Netzauslastung verringern, indem Daten lokal zwischengespeichert werden und sich das Betriebssystem selbstständig um den Abgleich der Daten mit dem Server kümmert. Der Administrator kann beim BrancheCache bestimmen, ob ein eigener Server in der Filiale oder die Workstation selbst als Cache fungiert. Weitere Informationen hierzu finden sich bei Microsoft. PCDMicha, 09.04.2009
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