| ESET NOD32 Antivirus Version 4 |
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| Vorstellungen - Vorstellungen 2009 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Hinweis: Wir haben den Virenscanner nicht auf seine Heuristik und Erkennungsraten getestet. Um hierfür verlässliche Aussagen treffen zu können, sind enorme Anstrengungen und Testabläufe erforderlich. Spezielle Portale wie Virus Bulletin sind darauf spezialisiert, zumal die Erkennungsraten nur eine Momentaufnahme darstellen und von Build zu Build abweichen können. HeadlineVor Jahren waren noch Bootsektor- und Dateiviren das Aufgabenfeld von Virenscannern. Dies hat sich mit der stark ausgeweiteten Breitbandanbindung vieler PCs an das Internet aber deutlich gewandelt. Internet- und E-Mail-Bedrohungen sind heute die Herausforderungen moderner Virenscanner und in diesen Bereichen hat ESET die neue Generation seiner Produkte nach eigenen Aussagen erheblich verbessert. Maßgeblichen Anteil an der frühzeitigen Erkennung neuer Malware hat die mit Version 2.5 von ESET NOD32 Antivirus System einführte ThreatSense-Technologie, welche in Version 4 weiter optimiert wurde und so neue Bedrohungen nicht nur im Vorfeld erkennt, sondern bei einem Virusbefall diesen auch noch besser und gründlicher selbständig wieder entfernt.
Eine integrierte Anti-Stealth-Technologie bietet erweiterten Schutz vor Rootkits. Um der Entdeckung und Entfernung durch Virenscanner zu entgehen, rüsteten die Virenprogrammierer auf und fanden verschiedene Routinen, einen aktiven Virenscanner zu erkennen und unbemerkt abzuschalten oder bestimmte Ausnahmen einzupflegen, um selbst unentdeckt zu bleiben. Mit der Vorgängerversion von NOD32 Antivirus ist uns dies selbst passiert. Der Virenscanner schien aktiv, beim Versuch die Einstellungen zu prüfen, stürzte dieser aber virusbedingt ab. Eine neue Self-Defense-Technologie soll dies künftig verhindern und schützt ab Version 4 nun die Komponenten von ESET NOD32 Antivirus vor der Deaktivierung durch Malware. Weniger ist mehrAn den sehr moderateren Systemanforderungen (geringer Festplatten- und RAM-Verbrauch), gepaart mit einer der höchsten Scangeschwindigkeiten aller derzeit verfügbaren Virenscanner, hat sich zum Glück auch in Version 4 nichts geändert, worüber sich nicht nur Besitzer schwächerer PCs (z.B. Netbooks) oder älterer Systeme freuen dürften. Für mobile PCs gibt es neuerdings auch einen speziellen Stromsparmodus. Der Echtzeitschutz bremst unsere Testsystem nicht merklich aus und selbst eine manuell angestoßene Tiefenprüfung erlaubt das ungehinderte Weiterarbeiten am System, ohne dass es zu feststellbaren Hängern des Systems kommt. Optisch kaum VeränderungenDie Installation von Version 4, von der auch eine echte 64-Bit-Fassung für Windows XP und Vista verfügbar ist, kann auch über eine bestehende Version 3 erfolgen, wobei der Installer hier die Einstellungen der Vorversion übernimmt. Übrigens kann jeder Nutzer updaten, der eine gültige Lizenz besitzt. Im Gegensatz zu vielen anderen Herstellern erwirbt man bei ESET eine Lizenz auf Zeit und nicht auf ein Produkt. So hat man immer die aktuelle Version im Einsatz. Mit Version 4 hat sich das Erscheinungsbild der ESET-Produkte nur marginal verändert. Geblieben sind die großen Symbole an der linken Programmseite und die Möglichkeit, von einer einfachen auf eine erweiterte Ansicht umzuschalten, hinter der sich der Button „Tools“ mit neuen Möglichkeiten befindet.
Rettungsmedium mit Windows PEEiner der größten Kritikpunkte an bisherigen Versionen von ESET NOD32 Antivirus war das fehlende Rettungsmedium, falls der Virus bereits den Systemstart verhindert oder sich selbst vor Entfernung/Deaktivierung schützt. Auch einige Viren im Bootsektor konnte der Virenscanner nicht im laufenden Betrieb entfernen, so dass ein Rettungsmedium notwendig war. Während einige Hersteller ein spezielles Linux-Rettungsmedium verwenden, führt ESET SysRescue ein. Dahinter versteckt sich letztlich ein Rettungsmedium auf Windows PE-Basis. ESET SysRescue wird unter Microsoft Windows Preinstallation Environment (Windows PE) Version 2.x ausgeführt, welches auf Windows Vista basiert. Damit das Rettungsmedium erstellt werden kann, ist allerdings ein installiertes Windows Automated Installation Kit (Windows AIK) erforderlich und wird beim Erstellen des Rettungsmediums abgefragt. Der Download des Windows AIK hat allerdings eine Größe von 1.2 Gigabyte und ist daher nichts für einen Schmalbandanschluss. Bleibt zu hoffen, dass ESET diesen Download den Käufern einer Retailversion erspart und auf den Datenträger packt.
Wird ein installiertes AIK gefunden, kann das Rettungsmedium auf CD/DVD oder USB-Stick erstellt werden. Alternativ lässt sich auch eine ISO-Datei speichern, um diese z.B. in einer virtuellen Umgebung zu verwenden.
Neben dem eigentlichen ESET-Produkt können auch weitere Dateien sowie Treiber automatisch oder manuell in die Windows-PE-Umgebung eingebunden werden und so auf das eigene System individuell angepasst werden. Probleme mit nicht erkannten Netzwerkkarten oder Festplattencontrollern sollten damit nicht auftreten. In den erweiterten Einstellungen kann auch der vorhandene Arbeitsspeicher des Zielsystems angepasst werden. Beträgt dieser unter 512 MB RAM, wird die PE-Umgebung nicht komplett in den Speicher geladen, sondern permanent auf das Notfallmedium zugegriffen.
Für das Rettungsmedium sind neben einer ESET-Installationsdatei (MSI) oder dem installierten Vollprodukt auch die Lizenzdaten notwendig, welche entweder von der aktuellen Installation übernommen oder in ein Fenster eingegeben werden können. Der ESET NOD32 Antivirus auf dem SysRescue-Medium wird bei der späteren Nutzung über das Internet aktualisiert und nutzt bis dahin die Signaturen von dem System, auf welchem das Notfallmedium erstellt wurde.
ESET SysInspectorHinter der neuen Funktion ESET SysInspector versteckt sich ein Modul zur Erstellung von System- Snapshots, welche system- und sicherheitsrelevante Einstellungen protokollieren. Dazu zählen beispielsweise laufende Prozesse, wichtige Einstellungen an der Registry, Autostarteinträge, aktive Dienste und Treiber sowie der Status kritischer Systemdateien. Der Snapshot kann vom Anwender eingesehen werden und bietet verschiedene Ansichten mit Filterfunktion.
Liegen mehrere Snapshots vor, können diese verglichen werden, um so mögliche Veränderungen am System festzustellen.
Wenn sich der Nutzer mittels der Option „Hilfe und Support“ > „Supportanfrage“ an den Supportservice wendet, können die mit dem ESET SysInspector erstellten Status-Snapshots direkt mit angefügt werden und erleichtern so die Arbeit des Supports, den Schädling zu identifizieren. Weitere Neuerungen
Business-LösungenESET NOD32 Antivirus 4 (und ESET Smart Security 4) sind auch in einer Business Edition erhältlich und verfügen über den Leistungsumfang der Home-Version hinaus über einen Remote-Administrator und eine Mirror-Funktion für LAN-Updates. Deren Zusammenspiel ermöglicht von einem Rechner aus das Überwachen und Aktualisieren aller Arbeitsplätze auch in großen Netzwerken. FazitESET hat seinen NOD32 Antivirus in der 4. Generation behutsam erweitert, ohne das Produkt zu überladen. Herausgekommen ist ein handlicher und dennoch leistungsfähiger Virenscanner, welcher nicht nur auf Heim-PCs, sondern auch in Firmennetzen eine gute Figur macht. Gerade mit dem Rettungsmedium wurde der häufigste Kritikpunkt der Vorgängerversion beseitigt.
PCDMicha, 19.03.2009
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