| Windows 7 RC im Überblick |
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| Vorstellungen - Vorstellungen 2009 | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
RC für alleAm 05.05.2009 veröffentlichte Microsoft den Release Candidate von Windows 7 für die Öffentlichkeit zum Download. Die 32-Bit- und 64-Bit-Fassung kann bis Ende Juli heruntergeladen werden. Der Download ist nicht limitiert. Das Betriebssystem ist bis zum 1. Juni 2010 lauffähig. Ab dem 1. Mai 2010 wird das System alle zwei Stunden heruntergefahren. Windows informiert zwei Wochen vor diesem Termin über dieses Verhalten. Der ISO-Download der 32-Bit-Fassung hat eine Größe von etwa 2,5 GByte, während die 64-Bit-Fassung mit 3,1 GByte zu Buche schlägt. Die notwendigen Produkt-Schlüssel erhält man vor dem Download, man kann allerdings auch die der bisherigen Beta-Fassung verwenden. Die ISO-Dateien können in einer virtuellen Maschine (z.B. Microsoft Virtual PC 2007) direkt zur Installation eingebunden oder mit Tools wie Imgburn auf DVD gebrannt werden. Der Release Candidate lässt sich über ein bestehendes Windows Vista mit Service Pack 1 oder als eigenständiges Betriebssystem installieren, wobei die vorherigen Windows-Versionen dann über den Bootloader weiterhin startbar sind. Ein Upgrade der bisherigen Beta-Fassung von Windows 7 ist dagegen nicht vorgesehen, kann mit einem Trick aus unserem Tipparchiv aber dennoch vorgenommen werden. In der RC-Fassung wird nach Eingabe der Lizenzkeys immer Windows 7 in der Ultimate-Edition installiert. Wer eine andere Edition testen möchte, muss hierzu die Datei ei.cfg im Ordner Sources löschen und die geänderte Datei in die Originalinstallation wieder einfügen, was z.B. mit der Vollversion von UltraISO möglich ist.
Die Installation unterscheidet sich nicht von den bisherigen Betafassungen, wohl aber der Funktionsumfang. Feature CompleteDer Release Candidate ist nach Aussage von Microsoft „feature complete“. Das bedeutet, dass die nun vorliegende Fassung alle Funktionen der geplanten Verkaufsversion beinhaltet und grundsätzlich nur noch Fehler und Kompatibilitätsprobleme behoben werden. Gegenüber der öffentlichen Beta-Fassung hat sich für Benutzer noch einiges geändert. Wir stellen die wesentlichen Änderungen aus Endanwendersicht hier kurz vor. Abgesicherte Benutzerkontensteuerung und AutoplayDie mit Windows 7 entschärfte Benutzerkontensteuerung nervt den Anwender nicht mehr in der Häufigkeit und unterscheidet sich damit wesentlich von Windows Vista. Über einen Schieberegler lässt sich bequem einstellen, welche Aktionen eine Bestätigung des Anwenders erfordern. In Windows 7 ließen sich unter bestimmten Umständen aber alle UAC-Meldungen abschalten, ohne dass der Anwender hiervon Kenntnis erlangte. Im Release Candidate erfordert nun jede Änderung am UAC eine Zustimmung des Benutzers.
Auch der Autoplay-Mechanismus wurde als Folge des Conficker-Wurms modifiziert, da dieser dem Anwender einen gefälschten Autorun-Eintrag unterjubelte und sich so vor allem über Wechseldatenträger verbreitete. Als Folge hat Microsoft für nicht optische Datenträger die Autorun-Funktion deaktiviert und zeigt diese im Autoplay-Dialog nicht mehr an.
Desktop, Taskbar und ExplorerDie für Windows XP-Nutzer neue und für Vista-Anwender modifizierte Oberfläche Aero zusammen mit der veränderten Taskbar wurde auch im Release Candidate nochmals modifiziert. Microsoft hat dabei vor allem auf Feedback der Beta-Tester reagiert. So nutzt nun auch der Taskwechsel mit Windows-Flip über ALT+TAB die Aero Peek-Darstellung. Dies hat zur Folge, dass das aktuelle Fenster, welches im ALT-TAB gerade den Focus hält, auch auf dem Desktop dargestellt wird und alle übrigen Fenster transparent erscheinen.
Die Taskbar von Windows 7 zeigt beim Überfahren eines Programmicons in einer Liste aller Tasks/Fenster einer Applikation an, wenn nicht genug Platz für eine Live-Vorschau dieser Fenster besteht. Neu ist hierbei, dass diese Taskliste ebenfalls Aero Peek unterstützt und zudem einen Schließen-Button rechts einblendet, um zielgerichtet einzelne Fenster zu schließen.
Die Sprunglisten, welche zuletzt benutzte Dateien oder aufgerufene Webseiten von Applikationen anzeigen, wenn man diese aus dem Startmenü starten will, wurden nun auf 10 Einträge begrenzt. Zudem wird nun auch für die Systemsteuerung eine Sprungliste angezeigt.
Überhaupt ist die Taskbar etwas geschrumpft, das heißt die Icons dort werden gegenüber der Beta kleiner skaliert. Microsoft spricht von einer Platzersparnis von 25 % gegenüber der Beta für große Icons. Dies hat zur Folge, dass bei einer Auflösung von 1280x1024 Bildpunkten nun bis zu 20 große Icons in der Taskbar nebeneinander angezeigt werden können. Die Quicklaunch-Leiste ist auch in dem Release Candidate von Windows 7 nicht mehr vorhanden, kann aber mit dem Tipp aus unserem Tipparchiv auch im RC wieder hergestellt werden. Im Vergleich zum bisherigen Quicklaunch erlaubte die Taskbar der Beta von Windows 7 kein Drag & Drop von Dateien auf Programmsymbole. Im RC von Windows 7 ist dies nun doch möglich, wenn man beim Drag & Drop die UMSCHALT-Taste gedrückt hält. Im Explorer gab es nur kleine Änderungen gegenüber der Beta-Version. Der Button „Neuer Ordner“ ist nun dauerhaft in der Funktionsleiste sichtbar. Bisher wurde der Button nur dann angezeigt, wenn kein Ordner oder keine Datei angewählt wurde.
Im Kontextmenü vom Explorer sind die Einträge „Neu“ und „Einfügen“ nun auch dann sichtbar, wenn man sich nicht an einer freien Stelle befindet. Bisher musste man erst eine freie Stelle im Explorer finden, damit die Einträge im Kontextmenü sichtbar waren. Internet Explorer 8 mit Aufgaben und SprunglistenIm Release Candidate von Windows 7 findet sich nun auch der Internet Explorer 8. Er unterstützt Sprunglisten und Aufgaben über die Taskbar.
Windows Media Player 12Der neue Windows Media Player (WMP) 12 unterstützt nun auch MOV-Videodateien. Medien, welche nicht abgespielt werden können, zeigt der Windows Media Player 12 erst gar nicht mehr an. Die „kleine“ Wiedergabeanzeige wurde gegenüber der Beta-Fassung nochmals optimiert und beschränkt sich auf das Wesentliche. So zeigt sie nur das Cover und den Titel bzw. Interpret im Wechsel als Text oben an. Bei einem Mouse Over werden dann die Steuerelemente für den Media Player angezeigt.
Bereits seit Windows Vista ist der Windows Media Player auch als Streaming-Client und Streaming-Server einsetzbar, d.h. er kann eigene Medieninhalte zum Streamen anbieten oder auf fremde Streaming-Server zugreifen und deren Inhalte remote abspielen. Der Windows Media Player 12 legt hier nochmals nach und kann nun auch remote über einen anderen WMP12 im Netz ferngesteuert werden bzw. andere WMP selbst steuern.
Mit Remote Streaming bietet der WMP12 ein weiteres, spannendes Feature. Damit können die lokalen Medieninhalte auch über das Internet gestreamt werden und lassen sich, sofern die Funktion aktiviert wurde, auf einem anderen Rechner mit dem Windows Media Player 12 abspielen. Dazu muss eine Online-ID als Zugangskennung mit dem Windows-Konto verknüpft werden. Im RC unterstützt Microsoft hier bisher nur Windows Live als Anbieter.
Steckt man bei geöffnetem Windows Media Player 12 einen MP3-Player oder USB-Stick an, zeigt der WMP12 direkt die Synchronisationsoption. Man geht davon aus, dass der Anwender absichtlich den Flash-Speicher angesteckt hat, um auf diesem Medienhalte zu kopieren.
Umschaltung von EnergiesparplänenBereits in der Beta von Windows 7 fanden sich viele Detailverbesserungen für Besitzer mobiler Geräte. In Windows 7 RC ist uns aufgefallen, dass sich bei Klick auf das Systray-Symbol für die Energie mehrere Energiepläne darstellen und diese schnell umschalten lassen, wenn man bei Akku-Betrieb z.B. doch volle Leistung benötigt.
Virtual Windows XP-ModusMicrosoft hatte bereits im Vorfeld angekündigt, dass Windows 7 einen XP-Modus beinhalten wird, mit dem vor allem Kompatibilitätsprobleme mit älteren Programmen umgangen werden sollen. In der Beta war davon noch nichts zu sehen und auch der Release Candidate kennt noch keinen XP-Modus. Dieser muss zunächst als Virtual PC Beta gesondert heruntergeladen werden und umfasst neben der Clientsoftware auch ein bereits fertig konfiguriertes Windows XP mit Service Pack 3. Nach bisherigen Aussagen wird auch in der finalen Fassung von Windows 7 der XP-Modus nur als alternativer Download und für Besitzer der Ultimate, Professional und Enterprise-Edition angeboten. Bei dem XP-Modus handelt es sich um eine spezielle Fassung von Virtual PC für Windows 7, welche allerdings eine CPU mit Virtualisierungstechnologie benötigt. Bis auf diesen Punkt unterscheidet sich der XP-Modus von Windows 7 nicht von Virtual PC 2007, wohl aber in der Einbindung in das System:
Natürlich können auch eigene virtuelle PCs – wie man es auch von Virtual PC 2007 kennt – aufgesetzt und auf die herkömmliche Weise unter Windows 7 genutzt werden.
FazitIm RC zu Windows 7 gibt es noch viel mehr zu entdecken - er macht Lust auf mehr. Selbst die größten Vista-Kritiker sollten dem Nachfolger eine Chance geben. Windows 7 ist in der Summe aller neuen Funktionen ein würdiger Nachfolger von Windows XP. Wer bisher kein Windows Vista nutzte, kann getrost auf den Nachfolger warten, welcher uns nach Meinung vieler Analysten im 4. Quartal 2009 – rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft – erwartet. Bis dahin werden wir uns intensiv mit dem RC beschäftigen, der schon jetzt einen sehr stabilen und runden Eindruck macht. PCDMicha, 21.05.2009
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