| Mozilla Firefox 6: Mehr Sicherheit und Privatsphäre |
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Versionsnummern-WahnsinnZunächst aber: Warum schon wieder ein Major Release? Mozilla orientiert sich nach eigenen Angaben damit am Markt, hält schnellere Releases für notwendig, um konkurrenzfähig zu bleiben. In Zukunft sollen im Sechs-Wochen-Abstand neue Versionen veröffentlicht werden. Mozilla plant demnach die Major Releases 7 bis 9 noch in diesem Jahr. Mit vielen Neuerungen darf dabei nicht gerechnet werden. Der Info-Dialog würde demnach nur noch anzeigen, ob die Version aktuell ist und wann zuletzt nach einer neuen Version gesucht wurde. Natürlich würde es intern nach wie vor Versionen geben, die Information über die Versionsangabe würde sich aber nur noch auf der about:support-Seite finden.
Ob es tatsächlich zu dieser Änderung kommt, ist allerdings (noch) fraglich, entsprechende Pläne jedenfalls wurden öffentlich inzwischen erst einmal dementiert. Addons nicht kompatibel?Zurück in die Gegenwart: Zunächst erscheint beim Start der neuen Version die Meldung "Java Console ist nicht kompatibel mit Firefox 6.0". Der schlichte Hintergrund: Mozilla war mal wieder schneller als der Hersteller der Java-Konsole. Hinweise, wie Sie das Problem umgehen bzw. die Java Console kompatibel machen, gibt es hier im Tipparchiv: Java Console ist nicht kompatibel mit Firefox-Version Der gesonderte Compatibility Reporter erlaubt unter Firefox die Installation von Add-ons, welche für ältere Versionen entwickelt wurden. In Firefox 8 wird der Add-on-Kompatibilitätsassistent abgelöst von einem neuen "Assistenten", welcher Anwendern die volle Kontrolle über die Add-ons gibt. Wesentliche NeuerungenIn Version 6 wurde der Add-ons-Manager überarbeitet. Unter dem orangefarbenen Menüknopf "Firefox" - "Add-ons" - "Plugins" ist nun wieder (wie früher) der Link "Überprüfen Sie, ob Ihre Plugins aktuell sind" zum Plugincheck von Mozilla integriert.
Dort werden Ihre Plugins mit dem jeweiligen Status aufgelistet und können auch gleich aktualisiert werden.
Ob Ihre Add-ons kompatibel sind, prüft Firefox bei jedem Update. Möchten Sie es schon vorher wissen, können Sie auf dieser Seite nachsehen.
Möchten Sie die komplette URL wieder in einem einheitlichen Schwarz, befolgen Sie diesen Tipp: Domain Highlighting unter Firefox 6 deaktivieren Der Berechtigungsmanager (about:permissions) verwaltet Passwörter, Cookies und Popups von besuchten Webseiten, auf welchen Daten von Ihnen gespeichert sind. Er befindet sich noch nicht im Final-Design.
Detaillierte Informationen über den RAM-Verbrauch erhält man über about:memory, eine Funktion, die in Version 6 überarbeitet wurde. Außerdem gibt es am Ende der Liste nun verschiedene Buttons zur Speicherbereinigung bei Memoryleaks.
Der Garbage Collector ist dafür zuständig, nervige Ruckler auszumerzen, an ihm wurden weitere Optimierungen vorgenommen. Er wird nun in regelmäßigen kurzen Abständen automatisch ausgeführt und räumt den von JavaScript-Anwendungen belegten Speicher auf, indem er nicht mehr benötigte Daten aussortiert.
Der "Editor" wird über die Tastenkombination [STRG]+[Shift]+[K] oder über "Firefox" - "Web-Entwickler" - "Web-Konsole" aufgerufen.
Zu den weiteren Neuerungen gehören die Unterstützung für den neusten Entwurf der WebSockets-Spezifikation (Aktivierung des WebSocket-Protokolls), window.matchMedia(), Remote DOM Events sowie das HTML5-Progress-Element. Für Webentwickler relevante Verbesserungen lassen sich auf der Mozilla-Hacks-Webseite nachlesen.
FazitOb man für die überschaubaren Änderungen wirklich einen neuen Major-Release anstoßen musste und damit die Versionsnummern grundsätzlich in Frage stellt, kann wohl nur die Mozilla-Entwicklergemeinde beantworten. Mit dieser Politik wird aber in der Tat der Abstand zwischen den Major-Releases immer kürzer. Vielleicht sollte man das nochmals überdenken und nur dann einen großen Versionswechsel (V5.x auf V6.x) vornehmen, wenn es die Summe aller Änderungen und Neuerungen auch rechtfertigt. Firefox ist auch in Version 6 ein großartiger Browser, hat aber gerade durch Google Chrome ernsthafte Konkurrenz bekommen: Googles Browser ist nicht nur schneller und sparsamer im Umgang mit den Systemressourcen, sondern auch wesentlich sicherer, was Schutzkonzepte und Architektur angeht. Somit bleibt den Entwicklern von Firefox genug Arbeit, bis sie bald eine Version 7 veröffentlichen.
PCDPan_Fee, 28.08.2011
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